Schöne Ferien. Schöne Ferien?

 
 
Rechtzeitig zum Ferienbeginn in Baden-Württemberg wurden dort 3.500 Lehrer entlassen. Solche mit unbefristeten Verträgen.
Nach den Ferien sollen sie (die meisten) wieder eingestellt werden.

häh??!!!???

Warum dann die Entlassungen?

Nun, der Schwabe spart gerne, sagt man. Auf diese Art spart man 6 Wochen Gehälter. …

Leute, aus diesem Bundesland kommen die meisten Erfinder, Tüftler und… Cleverle.
Wie könnt „ihr“ dann so handeln? Sind euch brauchbare Ideen ausgegangen? Sind das Spuren der Hitze der letzten Wochen? (Man Leute, mir bekommt die Hitze auch nicht gut, aber ich verschiebe wichtige Gespräche und Entscheidungen auf den nächsten Morgen oder kühle den Besprechungsraum runter.)

Es ist nicht zu fassen. Schämt euch! Alle die, die das zu verantworten haben, dabei selbst wie die Maden im Speck leben und jeden Monat SEHR GUTE „Gehälter“ überwiesen bekommen – unabhängig davon, ob ihre geleistete Arbeit die Höhe der Einkünfte überhaupt rechtfertigt.

Wie passt das außerdem zu ständigen Unterrichtsausfällen wegen fehlenden Lehrkräften? Betroffen sind nahezu alle Schulen in allen Klassenstufen.

Woll(t)en wir Eltern nicht die besten Bildungschancen für unsere Kinder? SO wundert es mich nicht mehr, dass viele Lehrer ihre Arbeit nur noch gleichgültig verrichten.

Da bleibt viel Wut – und viele Tränen,
und mir die Spucke weg.
 
 

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Sonntagmorgen

 
 
Im Grunde mag ich diese frühe Zeit am Sonntagmorgen.
Um mich herum ist alles noch still, nur das aufgeregte Atmen meines Hundes, als er ein interessantes Mauseloch erschnüffelt, unterbricht diese Stille. Manchmal ertönt weit entfernt der Ruf des Kuckucks, als wolle er ebenfalls den Sonntag begrüßen.

Diese Ruhe ist den Sonntagmorgen ganz zu eigen. Ich genieße sie, atme tief ein und aus, genau wissend, am nächsten Tag würde der Tag wieder vom gewohnten Alltagslärm beherrscht. Motorengeräusche, das Rauschen der Reifen beim Abrollen über den Asphalt, schrilles Fahrradklingeln, das Geplärre kleiner Kinder, die an der Hand der Mutter hinterher gezerrt werden. Ständiges Telefongeläute – auch der schönste Klingelton ist ein Geräusch… – Menschen, die sinnlose Fragen stellen, Menschen, die ständig herummaulen, Menschen, die viel zu laut mit dem Handy telefonieren, in jeglichen Gebäuden, im Supermarkt, in Praxen, auf der Straße, auf dem Sportplatz, im Schwimmbad, im Auto, Menschen, die nichts mehr hören, weil sie selbst zu laut geworden sind.
So wird es auch morgen wieder sein.
Doch jetzt, heute, an diesem frühen Morgen, ist es still. Angenehm still – noch immer. Als würde die Welt noch schlafen.

Natürlich bin ich mir bewusst, diese Ruhe ist trügerisch, wurden doch einige Kilometer weiter, Wohnungen, Läden und Fahrzeuge unbeteiligter Menschen zerstört, während noch weiter weg vermutlich in dieser Sekunde wieder ein Kind stirbt, an einer Krankheit oder an Hunger, eine weiterer Mensch sich mit Aids oder Hepatitis ansteckt, oder ein anders kranker Mensch einen oder viele andere Männer, Frauen, Kinder tötet, weil er glaubt, er wäre ein Glaubender. Möglich, das irgendwo gerade in dieser Sekunde Menschen durch Erdbeben, Erdrutsche, Überschwemmungen, Orkane bedroht sind, oder von anderen persönlichen Katastrophen, wie Trennung vom Partner, verlorenem Arbeitsplatz, oder geplatztem Lebenstraum. Vielleicht tötet sich auch gerade irgendwo ein Mensch, weil er mit all diesen Dingen und letztlich mit sich selbst nicht mehr klar kommt. Endlos könnte man diese Liste fortzusetzen.

All das macht diesen Morgen aus. Und trotzdem: hier und jetzt steht die Zeit still.
Einatmen, ausatmen. Seelenakku aufladen, Körper entspannen, Kraft sammeln für den nächsten Tag. Jedes bewusste tiefe Einatmen, jedes bewusste tiefe Ausatmen lässt den imaginären Pegel steigen. Gefühlt jedenfalls.
Zwar wird sich dadurch nichts ändern, zumindest nichts in dieser erkrankten Welt. Aber womöglich in mir. Vielleicht morgen noch nicht. Vielleicht aber dann übermorgen.

So viele Gedanken um Zerstörtes, Kaputtgehendes, Unwiederbringliches.
Und trotzdem genieße ich diese Stille – in meinem Bereich. In diesem kann ich tun, oder oft noch besser: lassen. Ich kann mein Handeln hinterfragen – und reagieren. Das ist nicht viel, aber wenigstens etwas.
Eine feuchte Hundeschnauze stupst mich an der Hand. Schwanzwedelnd, mit aufmerksamem Blick, schaut mein Hund mich an.
Ich denke, ich liebe ihn vor allem, weil er nicht ständig quasselt und wir uns meist wortlos verstehen… verständigen.
Wohltuende Stille.
 
 

Gewohnheiten

 
 
Völlig banal. Und doch hätte ich nicht gedacht, dass sich uralte Gewohnheiten nach vielen Jahren doch noch ändern können.

Auch wenn es Phasen ohne gab, ging’s nie wirklich ohne.
Die Marke wechselte im Laufe der Jahre ein paar Mal. Ebenso die Zubereitungsart. Danke Technik!
In gewisser Weise war und ist er ständiger Begleiter. In nahezu jeder Lebenslage.
Egal wann und egal wo.
Nur Gewohnheit? Ein stückweit Vertrautheit. „Zuhause“.
Kultur?

Nun, er blieb. Die Süße ging.

Erstaunlich, was alles möglich ist.

Weiter gehts doch immer auf irgendeine Weise.

Ich sagte ja schon: völlig banal. Trotzdem wäre jeder Tag ohne Kaffee ein schlechter Tag. :)