Wenn ich einen Blog lese, der sich auf die Fahne geschrieben hat, seine Inhalte wären in der Tat und ausschließlich selbst erlebt, empfunden, dann aufgeschrieben, lese ich die Einträge unter dem Gesichtspunkt der Authentizität.
Meist mit Spannung, manchmal amüsiert oder mit Gänsehaut, und auch schon mal mit weit aufgerissenen Augen ob dem Beschriebenen.
Zum Glück fühle ich mich nur selten enttäuscht.
Doch da gibt es vereinzelte Blogs, deren Erzählungen von Lebensgeschichten sind so dermaßen konzentriert, dass ein einzelner Mensch im Laufe (s)eines einzigen Lebens sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht allesamt selbst erlebt haben kann. Nicht in dieser Form…

Schade. Denn im Grunde liest es sich hervorragend. Spannung pur. Gefühl pur. Selbst als erfundene Geschichten würden sie beim Lesen Freude machen. Aber eben nicht, wenn sie als authentisch ausgegeben werden. Da wird es dann unglaubwürdig und somit langweilig. Der …aufmerksame… Leser merkt das, wissen die das denn nicht?
Warum macht sich da jemand was vor – und den Lesern?
Auch diese Seifenblase wird eines Tages platzen.
Schade eigentlich.
 
 

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