Durch einen Eintrag in einem anderen Blog inspiriert, meine Gedanken zu Versicherungsunternehmen resp. deren Mitarbeiter.
Eine Bloggerin hatte sich gefreut, einen Hausratsschaden schnell und unkompliziert erstattet zu bekommen, bzw. sie hat erstmal die Zusage dafür bekommen.

Meine Erfahrung sagt etwas ganz anderes, jedenfalls was Versicherungen anderer Leute betrifft, die mir, meinem Auto oder anderen Dingen, die ich mein eigen nenne, Schaden zugefügt haben. Aus diesem Grund glaube ich deren Zahlungszusagen nur noch dann, wenn ich den Zahlungsgeingang auf meinem Konto feststellen kann. :) Da können zwischen einer Bestätigung der Schadensübernahme bis zum Geldeingang Monate (= M O N A T E!!!) vergehen, obwohl es keinerlei Unstimmigkeiten, Unklarheiten oder gar einen Rechtsstreit gibt. Da liegt es daran, dass Mitarbeiter A, B oder C -alle abwechselnd oder zeitgleich krank oder im Urlaub- versäumt haben, Mitarbeiter D, E oder F zu informieren, damit die Zahlungsfreigabe, die dem Vernehmen nach ausschließlich von Mitarbeiter G vorgenommen werden darf, sich wegen dessen plötzlicher Abwesenheit verzögert hatte, und nun erst nach mehrmaligen telefonischen und schriftlichen Nachfragen und letztlich angedrohtem Hinzuziehen rechtlichen Beistands, erfolgte. Seltsamerweise verlieren sich danach schon mal die Spuren des Zahlungsfreigabebelegs innerhalb eines Versicherungsunternehmens (oft sogar innerhalb eines Gebäudes), so dass sich die Prozedur durchaus wiederholen könnte. Ist der Beleg nach nochmaligen Anrufen und Nachfragen -letztlich wieder unter Androhung eines Rechtsanwaltes- wie aus dem Nichts plötzlich wieder aufgetaucht, hängt der Zahlungstermin praktisch nur noch von Mitarbeiter H, I oder J der Buchhaltung ab. Klar, dass in Buchhaltungen ganz eigene Gesetzte herrschen. Blöd ist aber, wenn einer der Mitarbeiter weiblichen Geschlechts ist und scheinbar völlig überraschend und unvorhersehbar im Mutterschutz verschwunden ist, der andere auf Fortbildung ist und ein weiterer aus firmeninternen -kaum nachvollziehbaren Gründen- die Unterschrift des Mitarbeiters G zuerst von Mitarbeiter K bestätigen lassen muss, damit dann schließlich und endlich Mitarbeiter L, M oder N die Buchung anstoßen kann. Nicht selten kommt dann der zu erstattende -vor MONATEN zugesagte- Geldbetrag nach einer Woche noch immer nicht auf dem Empfängerkonto an. Auf erneutes Nachfragen stellt sich tatsächlich heraus, dass Mitarbeiter A, E, M oder auch inzwischen XY gerade erst bemerkte, Mitarbeiter B, D oder N hatten sich in einem der vielen Datenfelder Feld vertippt, so dass das beauftragte Bankinstitut die Zahlung nicht ausführen konnte. Wird das dann (nach erneuten Urlaubstagen, Gleitzeitfehlzeiten, Krankheitsausfallzeiten, Mutterschutz und Fortbildungden der Mitarbeiter) endlich….endlich…endlich… ENDLICH bereinigt und die Zahlung richtig, d.h. vollständig und fehlerfrei getätigt, kann man nur noch hoffen, dass bei den involvierten Banken anders motivierte Mitarbeiter verpflichtet sind und arbeiten.
Gut gemacht (?), Versicherung. Alle Erstattungsbeträge in Summe gesehen, über diesen langen Zeitraum hinweg vertrödelt, das tut dem Firmenkonto gut.
Bravo! Perfekt auf Verzögerungstaktik geschulte Mitarbeiter.
 
 

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