Nein, ich nehme mir keine guten Vorsätze, nur weil nach einem von Menschenhirn erfundener Kalender gerade Tag X nach Gregor XIII. ist.

Ich mag Silvesterknallereien, mit denen wir zumindest wie ursprünglich versuchen, böse Geister abzuwehren. Ich mag die lauten Kracher und das scharfe Zischen, das durch die Häuser oder über die Berge hallt, auch wenn es viele an Kriegsnächte erinnert und Hunde und andere Tiere auf harte Geduldsproben stellt.

Die 01.01.-00:00-Uhr-Augenblicke, in denen ich ausgelassen feierte und lustig in ein neues Jahr startete, liegen schon etwas länger zurück. Das Leben mit seinen Widrigkeiten, offene Augen und Ohren, Herz und Seele vor dem Hintergrund der lieben Erfahrung lehrten mich, dass wir uns etwas vorgaukeln. Wer weiß schon, was ein neues Jahr bringen wird?
Seit wann feiert man denn im Voraus?

Mittlerweile halte ich es so, dass ich ein altes Jahr verabschiede. Manchmal dankbar, dass es endlich vorbei ist (obwohl auch das im Grunde nichts verändert), manchmal dankbar, dass wir es so erleben konnten.
Das neue Jahr? Nun, wir stoßen an mit den Wünschen, gesund zu bleiben und auch der Kelch anderer Katastrophen möge an uns und unseren Lieben vorübergehen, auch wenn mich das an St. Florian erinnert.
Ob’s was hilft?
Nicht wirklich. Mit Beginn des neuen Jahres sind die Geschehnisse des vorhergegangenen Jahres ja nicht plötzlich weg. Nein, im Gegenteil kann es mitunter eine völlig neue Erfahrung sein, sehenden Auges auf etwas zuzugehen, dass nicht mehr abwendbar scheint…ist.

2014. Ich weiß noch nicht, ob ich dich mögen kann.

 
 

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