Gehe ich bewusst mir lästigen Menschen aus dem Weg, so trifft es mich um so mehr, mich schließlich mit ihnen doch befassen zu MÜSSEN.
Lästig insofern, dass sie an einem kleben wie Kletten, obwohl es überhaupt keinen Berührungspunkt gibt. Alle Fragen sind geklärt, doch sie kleben an den Hacken mit immer neuen sogenannten Anliegen, die unsinnig und deshalb unnötig zeitraubend sind und von wirklich notwendigen Schritten abhalten.

Was ich meine?
Fragt Fliege: „Wo haben wir einen Kugelschreiber?“ Ich: „Welche Farbe soll er denn haben? Mit Clip oder ohne?“ Fliege: „Das spielt keine Rolle.“ Ich gebe Fliege zwei neue, technisch up to date wie einwandfrei, zur Auswahl. Schaut Fliege sie an und sagt: „Ich könnte aber auch einen Tintenroller nehmen.“
Oder Fliege fragt nach dem aktuellen Datum, sag ich ohne Zögern: „Heut ist der 5.“ Daraufhin nimmt Fliege einen auf dem Tisch liegenden Kalender und blättert darin. „Stimmt, du hast recht, heute ist der 5.“ …

Traurig, wenn Menschen unsortiert werden (das erinnert mich an hektisch rotierende unkontrollierte Roboter), wenn der Bleistift nicht exakt parallel zum Lineal liegt, das am oberen Ende des Tisches, 2,344567 cm entfernt der Kante, seinen festen Liegeplatz hat. Oder wenn die Tasse 5x gedreht wird, bevor sie akurat am ausgewählten Platz steht, der Kaffeelöffel rechtsliegend und ausnahmslos an die Tasse anstossend. Oder wenn jede Antwort, die diese Leute bekommen, 3-fach abgesichert und rückbestätigt werden muss.
Nervend, denn diese Menschen, vor allem im fortgeschrittenen Alter, werden das nicht mehr ablegen können.
Schwierig im Umgang, wenn dadurch das eigentliche Tun behindert wird.
Funktionierende Abläufe zugunsten esoterischem Firlefanz opfern… ? Oh my God…

Rituale haben etwas Schützendes. Soweit okay.
Doch das ist meines Erachtens krank… krankhaftes Zwangsverhalten.
Ich weiß, es braucht Verständnis für diese Menschen – und Geduld. Nur an der mangelt es mir gerade.
 
 
 

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