Mir gehts wie diesem Frühjahrsommer. Ich komm irgendwie nicht in Schwung.

Ich fühle mich ohne Eile, obwohl ich andauernd von A nach B oder C hetze, um pünktlich anzukommen. Ich könnte Sägemehl essen oder Steak, beides würde mich gleich befriedigen. Nichtmal meine heißgeliebten Erdbeeren reißen mich zu Wonnestürmen hin. Ich mag sie, ich schmecke deren lecker süßen Geschmack, aber meine Geschmacksknospen jauchzen nicht wie sonst. Sogar meine Lieblingsmusik kann mich nicht anspornen. Ich höre sie gern, aber ich singe nicht mit. Ich träume, aber ich kann mich nicht erinnern wovon. Ich gehe vorwärts, dabei bleibe ich auf einem Fleck. Um mich herum ist Bewegung, doch alles dreht sich um sich selbst. Alles läuft auf Sparprogramm. Wie das Zahnrädchen einer Wasseruhr, das das Tropfen eines Wasserhahns anzeigt. In Gänsefüßchenschritten. Selbst das Wetter. Ich schaue hinaus, es ist grau, nass und kalt. Es ist Mai.

Bewegter Stillstand. – Oder: Warten auf Sonne oder Wind.

 

 

 

 

 

 

 

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