„Nur was ich sehen oder hören kann, prägt sich mir dauerhaft ein“, las ich irgendwo.

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Ich bin aufgewühlt. Ich, mein Körper, alles an mir ist von den Zehenspitzen bis zum Haaransatz angespannt. Meine Nerven gespannt wie ein Gummiseil, das seine Belastbarkeit längst um ein Vielfaches überschritten hat. Jeder Millimeter meiner Haut scheint zu brennen. In mir ein Glühen und Frösteln zugleich. Mein Herz klopft bis zum Hals – oder hat es längst aufgehört zu schlagen?  In meinem Bauch Wirbelstürme. Einzelne Millisekundenbruchteile nur, die sich tausendfach aneinanderreihen. Luft. Vakuum. Flauer Magen, doch es kitzelt auch. Wie Loopingfahren etwa. Angst und Faszination in Symbiose. Meine Gedanken sind überall und nirgends. Nur der Moment. Dieser Moment. Dieser eine Moment. Die Welt steht still – und droht doch im Sog des Strudels zu verschwinden. Ich schließe meine Augen – und fühle in mich hinein. Fühle diesen Moment. Fühle mich. Fühle dich, ohne dass du mich berührst, oder ich dich. Nicht körperlich. Mein Atmen ist flach und schnell. Lebe ich? Träume ich? Ich bin hier und auch dort. Ich bin in mir. Du bist in mir. Ich bin in dir.

Ich stehe fest und schwebe.

 

 

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