Ein neues und wunderbares Gefühl umfängt mich. Oder hüllt mich ein. Oder füllt mich aus. Kommt von außen. Oder von innen. Wer weiß das schon. Irgendwann in den letzten Tagen fiel es mir auf. Möglicherweise wusste ich es schon immer. Es kam nicht plötzlich und ich hatte es auf diese Art nicht erwartet. Darauf gehofft, schon. Herbeigesehnt, ja. Daran geglaubt? Nicht mal das. Geflirtet mit dem Gedanken, es könne sich dorthin entwickeln, hab ich. Das ja. Ganz von selbst kam es schließlich. Ohne mein Zutun und ohne mein Wollen. Wollen hat etwas Energisches, Gewaltvolles an sich. Das hätte nicht gepasst.
Dieses Gefühl ist weich, warm. Ganz zart. Hätte es eine Form, wäre es rund. Hätte es eine Farbe, wäre es orange. Hätte es eine Faser, wäre es aus Seide.

Ich hatte nicht geahnt, dass es sich so anfühlen würde. Und nun, da es da ist, nun, da ich es fühle, habe ich keine Eile mehr, es dir mitzuteilen. Es ist nicht wichtig, es auszusprechen, passende Worte dafür zu finden. Kann man überhaupt Worte dafür finden? Worte bilden? Kann man solch ein Gefühl beschreiben? Es ist in mir, ganz tief. Es hat kein Tempo, keinen Rhythmus und doch fühle ich es deutlich. Es ist nicht eingeschlossen, trotzdem habe ich keine Sorge, es könne verloren gehen. Es ist… es ist… unverwechselbar. Unverkennbar. Eindeutig. Erstmalig. Einmalig.
Ich genieße es, ein Lächeln umspielt meine Augen, ich hege es, als wäre es ein Geheimnis… als wäre es ein verborgenes Juwel. So fühlt es sich an, rein und klar. Ich kann es für mich behalten oder aussprechen, heute oder morgen oder nie, nichts würde sich dadurch ändern. Nichts wird sich daran ändern. Du würdest dich freuen. Das weiß ich. Es würde dich erleichtern, glücklich machen, zufrieden machen, lächeln lassen, aber ich muss es nicht aussprechen. Es gibt keine Notwendigkeit. Nun, wo es da ist, ist es gut. Ich weiß es. Es gibt keine Eile, denn es ist. Es IST. Im Neuen bekannt. Schlicht. Einfach. – Vertraut.

 

 

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